Zins-Check 2026: Warum Abwarten in der Region Nürnberg jetzt teuer werden kann
Du spielst mit dem Gedanken, dir in Nürnberg, Fürth oder Erlangen den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen? Dann hast du dir sicher schon die Frage gestellt: Soll ich jetzt kaufen oder lieber noch warten, bis die Zinsen weiter sinken? Es ist die Gretchenfrage am aktuellen Immobilienmarkt. In den sozialen Netzwerken und Foren liest man oft: „Warte ab, die Zinsen müssen doch fallen!“ Aber als Profis, die den Markt in Mittelfranken und der Region Neustadt a.d. Aisch täglich beobachten, sehen wir eine andere Realität. In diesem ausführlichen Report erfährst du, warum das „Zins-Dilemma“ oft eine optische Täuschung ist und warum Zögern dich am Ende zehntausende Euro kosten könnte.
Die aktuelle Zinslage: Wo stehen wir im Januar 2026 wirklich?
Wir blicken auf bewegte Jahre zurück. Nach dem rasanten Zinsanstieg der Vorjahre hat sich der Markt mittlerweile eingependelt. Aktuell bewegen wir uns bei einer 10-jährigen Zinsbindung in einem Korridor zwischen 3,4 % und 3,9 %. Das ist eine Seitwärtsbewegung, die wir nun schon seit einiger Zeit beobachten. Viele potenzielle Bauherren in Ansbach oder Bamberg vergleichen diese Sätze immer noch mit der „Nullzins-Phase“ von vor fünf Jahren. Doch das ist gefährlich. Historisch gesehen sind 3,5 % immer noch ein moderater und gesunder Zinssatz für eine Immobilienfinanzierung.
Doch Vorsicht: Die Expertenprognosen für das zweite Halbjahr 2026 deuten eher auf einen leichten Aufwärtstrend hin. Die Gründe dafür sind vielfältig – von der anhaltenden Inflation im Dienstleistungssektor bis hin zur hohen Staatsverschuldung, die die Renditen für Staatsanleihen (und damit indirekt die Bauzinsen) stützt. Wer also auf die „Eins vor dem Komma“ wartet, wartet vermutlich vergeblich und verliert dabei wertvolle Zeit.

Warum die „Warten auf Zinssenkungen“-Strategie eine Milchmädchenrechnung ist
Lass uns das Ganze einmal konkret durchrechnen. Nehmen wir an, du möchtest ein Einfamilienhaus im Speckgürtel von Nürnberg kaufen. Der Kaufpreis liegt bei 550.000 Euro.
Szenario A: Du kaufst heute
- Darlehenssumme: 450.000 €
- Zinssatz: 3,7 %
- Monatliche Zinslast: ca. 1.387 €
Szenario B: Du wartest ein Jahr und hoffst auf 3,2 %
In diesem Jahr zahlst du in einer Stadt wie Erlangen für eine passende Mietwohnung locker 1.500 € Kaltmiete. Das sind 18.000 €, die unwiederbringlich weg sind. Selbst wenn der Zins nach einem Jahr tatsächlich auf 3,2 % gesunken wäre, sparst du pro Jahr ca. 2.250 € an Zinsen. Du bräuchtest also acht Jahre, nur um die im Wartejahr gezahlte Miete wieder reinzuholen! Und dabei ist noch nicht eingerechnet, dass die Immobilienpreise in attraktiven Lagen wie Fürth oder Bamberg in diesem Jahr vermutlich weiter gestiegen sind.
Die Dynamik des Nürnberger Immobilienmarktes
Ein weiterer Faktor, den viele beim Zins-Poker vergessen, ist der Objektpreis. In Städten wie Ansbach, Neustadt oder Bamberg beobachten wir ein Phänomen: Da viele Menschen in den letzten zwei Jahren gewartet haben, hat sich ein enormer Nachfragedruck angestaut. Sobald die Zinsen auch nur minimal signalisieren, dass sie dauerhaft stabil bleiben, drängen alle gleichzeitig auf den Markt.
Das Ergebnis? Die Preise für attraktive Immobilien werden wieder anziehen. Ein niedrigerer Zins nützt dir wenig, wenn das Haus in Erlangen gleichzeitig um 20.000 oder 30.000 Euro teurer wird. Du finanzierst dann eine höhere Summe, was die monatliche Rate trotz besserem Zins oft teurer macht als heute.
Psychologie vs. Mathematik: Den Boden des Marktes finden
In den einschlägigen Fachforen wird oft diskutiert, ob man „den Boden“ gefunden hat. Profis wissen: Den absoluten Tiefpunkt erwischt man fast nie. Wer heute kauft, profitiert von einer größeren Auswahl an Objekten und einer entspannteren Verhandlungssituation mit den Verkäufern. Aktuell hast du in Regionen wie Neustadt a.d. Aisch noch eine gewisse Verhandlungsmacht. Wenn die Zinsen erst einmal wieder spürbar sinken sollten, kehrt der Verkäufermarkt mit Bieterverfahren zurück – und das willst du als Käufer vermeiden.
Dein Fahrplan für 2026: So gehst du strategisch vor
Wenn du in Franken bauen oder kaufen willst, solltest du folgende Punkte beachten:
- Ehrliche Haushaltsrechnung: Was kannst du dir bei 3,7 % Zins wirklich leisten? Wir helfen dir bei dieser Kalkulation, ohne etwas schönzurechnen.
- Sicherheit vor Spekulation: Sichere dir das aktuelle Niveau. Wer weiß, ob wir Ende 2026 nicht schon wieder bei 4,5 % stehen?
- Flexibilität einbauen: Wähle Tilgungssätze, die du bei Bedarf anpassen kannst. So bleibst du Herr der Lage, egal was die Wirtschaft macht.
Fazit: Jetzt handeln statt später bereuen
Das Jahr 2026 bietet für Entschlossene in der Metropolregion Nürnberg echte Chancen. Die Zinsen sind stabil, die Auswahl ist vorhanden und der Wettbewerb ist noch nicht so extrem wie in den „Hype-Jahren“. Als Baufimanufaktur unterstützen wir dich dabei, nicht nur irgendeine Finanzierung zu finden, sondern die, die wirklich zu deinem Leben passt. Wir klären auf, wir rechnen mit dir gemeinsam verschiedene Szenarien durch und wir sagen dir ehrlich, ob dein Vorhaben auf soliden Füßen steht.
Setz dich nicht dem Risiko aus, in zwei Jahren zu sagen: „Hätten wir doch 2026 gekauft.“ Melde dich bei uns für eine faire Beratung – von Profis aus der Region für die Menschen in der Region.








