Elterngeld & Immobilienkauf: Warum dein Familienglück für viele Banken „einkommenslos“ ist
Der Nestbau gehört für junge Familien in Deutschland einfach dazu. Gerade wenn der Nachwuchs kommt, wächst der Wunsch nach dem eigenen Garten, mehr Platz und Sicherheit. Doch genau hier erleben viele meiner Kunden einen der größten Schockmomente in der Beratung: Das Elterngeld zählt bei der Bank oft als Nullnummer.
Die Reaktion ist fast immer Fassungslosigkeit. „Aber ich bekomme doch jeden Monat über 1.000 Euro vom Staat!“, höre ich dann. Das stimmt zwar, doch für die Kreditprüfung einer Baufinanzierung gelten andere Gesetze.
Die harte Realität: Elterngeld ist für Banken kein dauerhaftes Einkommen
Nahezu alle Kreditinstitute streichen das Elterngeld schlichtweg aus der Haushaltsrechnung. Der Grund ist simpel: Es ist eine zeitlich begrenzte Transferleistung. Die Bank fragt sich: Was passiert danach? Kehrst du wirklich in den Job zurück? In welchem Umfang?
Damit dein Einkommen aus der Zeit vor der Geburt überhaupt berücksichtigt wird, verlangen Banken knallharte Fakten in Form eines Schreibens deines Arbeitgebers. Ohne eine offizielle Wiedereinstiegsbestätigung geht meist gar nichts.
In diesem Schreiben muss stehen:
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Das exakte Datum deiner Rückkehr in den Betrieb.
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Die vereinbarte Anzahl der Wochenstunden.
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Die Höhe deines künftigen Brutto- und Nettogehalts.
Liegt dieses Schreiben nicht vor? Dann rechnet die Bank eiskalt so, als hättest du gar kein Einkommen.
Eine Ausnahme: wann die Commerzbank ein Auge zudrückt
Als unabhängiger Finanzierer kenne ich die feinen Unterschiede in den Richtlinien der über 400 Banken, mit denen wir zusammenarbeiten. Während viele Institute sofort abwinken, gibt es auch Ausnahmen.
Ein wichtiges Beispiel ist die Commerzbank. Hier gibt es aktuell folgende Faustregel: Wenn dein Elterngeld zum Zeitpunkt des Antrags noch für mindestens 3 Monate gezahlt wird, kann es in die Haushaltsrechnung mit einfließen. Das ist ein riesiger Hebel, der eine Finanzierung oft erst möglich macht. Aber Achtung: Auch hier muss die Gesamtperspektive stimmen.
Die gefährliche Lücke: wenn das Einkommen ganz wegbricht
Richtig schwierig wird es, wenn die Planung Lücken aufweist. Wir erleben oft Fälle, in denen zwischen dem Ende des Elterngeldbezugs und dem tatsächlichen Re-Start im Job mehrere Monate liegen – etwa, weil noch kein Kita-Platz frei ist oder die Elternzeit verlängert wurde, ohne dass Bezüge fließen.
Wenn in dieser Zeit gar kein Einkommen erzielt wird, ist das für eine Bank ein massives Risiko. Wer zahlt in diesen Monaten die Rate? Solche Konstellationen führen fast immer zu einer Ablehnung, es sei denn, es ist massiv viel Eigenkapital vorhanden, um diese Zeit zu überbrücken.
Ein Schlag ins Gesicht für soziale Berufe
Was mich bei diesem Thema regelmäßig aufregt: Es trifft oft genau die Menschen, die wir als Gesellschaft am dringendsten brauchen. Erzieher, Krankenpfleger, Therapeuten – Menschen in sozialen Berufen.
Gerade bei großen Trägern oder staatlichen Einrichtungen erleben wir es immer wieder, dass die Personalabteilungen sich querstellen und keine detaillierten Wiedereinstiegsbestätigungen ausstellen wollen („Das können wir erst drei Monate vorher festlegen“). Damit lassen sie ihre Angestellten im Regen stehen. Ohne dieses Papier wird der Traum vom Eigenheim für diese Familien oft unmöglich gemacht, obwohl der Job krisensicher ist.
Wie du die Klippen umschiffst: Meine Tipps für dich
Wenn bei euch Familienplanung und Hausbau zusammenfallen, ist Vorbereitung alles. Hier sind meine drei goldenen Regeln:
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Das Gespräch suchen: Sprich frühzeitig mit deinem Arbeitgeber über die Rückkehr. Erkläre ihm, dass deine Finanzierung an dieser einen Bestätigung hängt.
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Eigenkapital-Puffer: Wie ich bereits oft erwähnt habe, sind 10 % Eigenkapital plus Kaufnebenkosten heute die Eintrittskarte. In der Elternzeit ist dieser Puffer noch wichtiger, um Vertrauen bei der Bank zu schaffen.
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Kein Blindflug: Geh nicht einfach zu deiner Hausbank. Die Gefahr ist groß, dass du dort eine Standard-Absage kassierst, die deinen Schufa-Score belasten kann. Wir wissen genau, welche Bank (wie die CoBa) deine Situation versteht und wie wir deinen Fall aufbereiten müssen.
Fazit: Planung schlägt Panik
Ein Hausbau während der Elternzeit ist kein Ding der Unmöglichkeit, aber er verzeiht keine Fehler. Es sind oft die unscheinbaren Stolpersteine in den Bankrichtlinien, die für böse Überraschungen sorgen.
Wir schätzen die Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit unserer Kunden aus der ex-Yu Community und wissen, wie wichtig euch das Heim für die Familie ist. Genau deshalb kämpfen wir für Lösungen, auch wenn das Elterngeld ein Thema ist.
Wusstest du, dass die Banken hier so streng sind? Möchtest du, dass wir deine persönliche Situation einmal durchrechnen? Lass uns schauen, wie wir deinen Wiedereinstieg und dein Elterngeld so kombinieren, dass die Bank grünes Licht gibt. Melde dich einfach für ein unverbindliches Erstgespräch!








